Erzgebirger Klöpplerinnen |
Erzgebirgisches
Klöppeln
auszugsweise nach Wikipedia |
| Klöppeln ist eine Handarbeitstechnik, bei der mittels Klöppel (spindelförmige, meist aus Holz gefertigte „Spulen“) und dem daran aufgewickelten Garn verschiedenartige Spitzen gefertigt werden. |
Handklöppelspitze
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Handklöppelarbeit |
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Klöppelspitzen entstanden, als man, den Rändern von Kleidungsstücken eine feste und gleichzeitig dekorative Kante geben wollte. Mit Variationen von Flechten wurden so aus losen Fransen schmückende Elemente an der Kleidung der Reichen. Vermutlich um die Herstellung zu vereinfachen kam dann die Idee, diese Flechtwerke unabhängig von Kleidungsstücken zu gestalten und die ersten Klöppelspitzen wurden gefertigt: Flechtspitzen. |
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Klöppelkissen |
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In Mittelfranken ist besonders die Stadt Abenberg im Landkreis Roth für die Herstellung von Klöppelspitzen bekannt. In der Vergangenheit verdienten sich bis zu 400 Frauen gleichzeitig ihren Lebensunterhalt. Heute zeugt das Klöppelmuseum auf der Burg Abenberg von der Klöppelkunst, die in einer eigenen Klöppelschule noch heute gelehrt wird. |
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Briefmarkenblock (DDR) mit dem Thema "Erzgebirgische Klöppelspitzen" |
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Moderne Spitze - Sie ist die einzige im
Erzgebirge um etwa 1910 entwickelte Technik. Der Zeichenlehrer Paul Rudolph
an der Klöppel- und Zeichenschule in Schneeberg war von Verlegern des
Erzgebirges beauftragt, neue Muster zu entwerfen. Diese sollten sich durch
ein etwas stärkeres Material, vor allem schnellere Anfertigung und eine
typische Gestaltungsweise auszeichnen. Dies gelang mit der Schneeberger
Technik in allen Anforderungen. Sie kann als offene und als geschlossene
Spitze gearbeitet werden. In der freien Gestaltung wird das fortlaufende Bändchen
geschwungen zu naturalistischen oder stilisierten Gebilden, die in ihrer
Wirkung eine vielseitige und geschmackvolle Musterung und Formgebung
erzielen. Trotz des stärkeren Leinenfadens sind die Grundzüge der Spitze
"leicht" und "luftig" über die Mustergestaltung
realisierbar. |