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Nachruf - Der Sudetendeutsche Heimatkreis Komotau

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Nachruf

Alt- HKB Kurt Stoupa gestorben
Friedhof Komotau
Abschied von
Alt- Heimatkreisbetreuer  Ing. Kurt Stoupa

Am 15. September 2019 ist unser Landsmann und Heimatfreund Ing. Kurt Stoupa  verstorben.  Nach einem Sturz und erfolgter Operation ist er nach drei Tagen im Krankenhaus in Augsburg, mit den Sterbesakramenten versehen,  im Kreis seiner lieben Familie eingeschlafen.
Seine Beisetzung war am 19. September auf dem Friedhof in Horgau.  Zuvor wurde ein Trauergottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin, abgehalten.  Viele Trauergäste begleiteten ihn auf seinem letzten Weg. Der Heimatkreis Komotau war vertreten durch die Heimatkreisbetreuerin, die im Namen der Landsleute einen großen Kranz mit Schleife als letzten Gruß niederlegte.
Wieder haben wir einen geschätzten und verdienten Landsmann aus unserer Mitte verloren, den wir vermissen werden.
Kurt Stoupa wurde am 23. November 1921 im Städtchen Eidlitz geboren. Wuchs jedoch später mit seiner Schwester Gertrud (1925-1999) in Komotau auf.  Sein Lebensweg, Schule, Studium, Militärdienst und die weiteren Stationen hat Ottmar Kreißl zu seinem 80. Geburtstag in der Heimatzeitung Dezember 2001 ausführlich beschrieben.
Unser Landsmann Kurt Stoupa wäre im November dieses Jahres 98 Jahre alt geworden. Von seiner Lebenszeit hat er ein halbes Jahrhundert den vertriebenen Landsleuten und der Heimat ehrenamtlich gewidmet.  Er war einer der frühen Mitglieder in der Sudetendeutschen Landsmannschaft, wurde Obmann Kreisgruppe Augsburg und über zwei Perioden Mitglied der Bundesversammlung. Die gegründete Heimatgruppe Komotau im Bereich Augsburg wurde ebenso von ihm betreut.
Für den Heimatkreis im  Kreisrat Komotau, in der Patenstadt Erlangen, hat Kurt Stoupa in verschiedenen Gremien über Jahrzehnte mitgewirkt und die getrof-fenen Entscheidungen mitgetragen. Davon war er 16 Jahre bis Mai 2006 verantwortlicher Heimatkreisbetreuer für 102 Orte des Kreises Komotau, die sich von der sächsischen Grenze bis an die Eger erstrecken. Wir erinnern gerne, an die gestalteten Bundestreffen unserer Landsleute in Erlangen und an seine gute Beziehung zu den Persönlichkeiten in der Patenstadt Erlangen.
Und er war 1997 Gründungsmitglied des Fördervereins Mittleres Erzgebirge – Komotauer Land e.V., sowie dessen Vorstandsvorsitzender für die ersten sieben Jahre. An der Erbauung der Komotauer „Gedenkstätte 9. Juni 1945“ in Deutschneudorf für die Opfer des Todesmarsches und der Vertreibung, hat er maßgeblich mitgewirkt. Bis zu Letzt war er Beiratsmitglied im Förderverein.
Außerdem hat sich unser Landsmann Kurt Stoupa für die heimatverbliebenen Landsleute sehr engagiert und besonders bei der Entstehung des deutsch-tschechischen Begegnungszentrums in Komotau außerordentlich hilfreich und beratend zur Seite gestanden.
Ferner hat Kurt Stoupa sich in seiner Amtszeit für die Erhaltung der deutschen Gräber auf dem Friedhof Komotau und für einen Gedenkstein eingesetzt.  Der Gedenkstein, das ehemalige Legit-Grab, konnte später im September 2007 eingeweiht werden.
Unsere monatliche Komotauer Heimatzeitung,  die über 70 Jahre  unser heimat-liches Bindeglied zu den Landsleuten in der ganzen  Welt und  Nachrichten- und Dokumentationsmittel ist, wurde vom jetzt verstorbenen Landsmann mit  aktuellen, geschichtlichen und kulturellen Beiträgen viele Jahre einflussreich  mitgestaltet.
Unser Landsmann Kurt Stoupa war ein aktiver, verantwortungs-bewusster, zuverlässiger und treuer Streiter für die Heimat, dem aber auch die  Verständigung am Herzen lag.  Seine Spuren werden bleiben. Wir danken ihm für alles und dass er mit uns den langen Weg gegangen ist. Wir werden ihm stets ehrend gedenken.
Seiner Familie gilt unsere herzliche Anteilnahme.

                                                                       
Hedwig Gemmrig-Helmich
Heimatkreisbetreuerin für Komotau und
Vorstandsvorsitzende Förderverein Mittleres Erzgebirge- Komotauer Land e.V.


Kirche St. Martin  und Friedhof in Horgau.
Am Grab von Lm. Kurt_Stoupa.
Seine Familie, Pfarrer Karl-Heinz Reichart und der Veteranenverein Horgau.
Der Musikverein Horgau, der das Feieromd-Lied gespielt hat.

 
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