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Karl May in Komotau - Kopieren - Der Sudetendeutsche Heimatkreis Komotau

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Karl May in Komotau - Kopieren

Walhalla der Persönlichkeiten > Dichter, Schriftsteller
Karl May
in Komotau
auszugsweise aus der Zeitschrift "Die Quelle" Jg. 1937
Foto aus Wikipedia
Karl May wurde am 25. Feber 1842 in Hohenstein- Ernstthal im sächsischen Erzgebirge geboren
Wohl kaum ein zweiter Schriftsteller wurde von der deutschen Jugend so begeistert gelesen und so stürmisch gefeiert wie er. Auch in Komotau hat er noch immer zahlreiche junge und alte Verehrer. Nicht allen düfte bekannt sein, daß Dr. Karl May sehr oft als Gast in unseren Mauern weilte.Anfang der 90er Jahre des 19. Jahrhunderts kam er, als intimer Freund von Herrn M.U. Dr. Eichler, immer wieder in unsere Stadt. Bei einem solchen Besuch besichtigte er die "Gerümpelausstellung" (Flohmarkt) des deutschen Turnvereins 1864. Dabei entstand obige Fotografie.
In Komotau war Karl May vor allem bei den Schülern des Gymnasiums bekannt. Durch Vermittlung von     Dr Eichlers Bruder hatten die Gymnasiasten Gelegenheit, mit Karl May zu sprechen. Dieses Gedicht möge von dieser Tatsache zeugen:


In ganz Europa und Amerika, aber auch in anderen Weltteilen, besonders in Japan, liest die Jugend Karl May. In Deutschland pilgern Tausende zur "Villa Old Shatterhand", dem Museum in Radebeul bei Dresden.
Leider wurde sein Lebensabend durch die Neider seines unerhörten Erfolges sehr verbittert. Ein wahres Kesseltreiben setzte gegen ihn ein. Man warf ihn vor, ein leichtsinniges Abenteurerleben geführt zu haben. Der Hauptangriff seiner Gegner war, daß er die meisten seiner Werke in der "Ich"- Form schrieb. Karl May hatte vieles nur erträumt und nicht erlebt. Gleichwohl hatten ihn seine Reisen in die Länder seiner Erzählungen geführt. Liegt aber darin nicht die Größe seiner dichterischen Fähigkeiten ?
Am 30.Oktober 1912 starb Karl May.
Karl May war ein gottbegnadeter Schriftsteller, der einst selbst sagte, daß seine schreibende Hand niemals schnell genug seinen fliegenden Gedanken folgen könne. Nur so ist sein großer Erfolg, noch über seinen Tod hinaus, zu erklären. Glücklicherweise wurde sein Lebensabend dennoch verklärt; wenige Tage vor seinem Tode hatte er die große Freude und Genugtuung, daß ihm ganz Wien, vor allem die Jugend, begeistert zujubelte.
Ein eifriger Vorkämpfer Karl May´s war der Komotauer Religionsprofessor P. Marian Böhm, der auch die ersten Karl May- Bände in die Gymnasial- Bibliothek einverleibte.
 
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