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Allgemeines und Geschichte - Kopieren - Der Sudetendeutsche Heimatkreis Komotau

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Geschichtliches zu den Schulen
im Komotauer Bezirk

Die älteste mittelalterliche Schule im Komotauer Bezirk war die Lateinschule in Komotau. Erste Gründungen reichen bis in die Zeit Karls des Großen. Dieser hat den Religionsunterricht zur Pflicht gemacht. Im Westfälischen Frieden (1648) wurde der Weg zur Verstaatlichung geebnet. Bisher war Latein die Unterrichtssprache, unter der Herrschaft wurde Deutsch gelehrt. Gleichzeitig wurde das Schulwesen gründlich reformiert und dem Staat unterstellt.
Komotau hatte schon sehr früh eine Schule. Eine erste Erwähnung erfolgte bereits 1513. Zum Ende des 16. Jh. bestanden für beide Konfessionen je eine Schule. Im Jahre 1537 kaufte ein Schulmeister Wilhelminus ein Haus in der Prager Vorstadt. Durch eine Stiftung des Bürgers Hans Ullrich wurde neben dem Schulmeister und Cantor ein Collator angestellt, welcher mit den Schülern Gebete und Gesänge zu verrichten hatte. 1693 stellte der Magistrat dem Kantor 2 Organisten,und 2 Gehilfen zur Seite. Diese mußten 30 Knaben in Schreiben, Lesen, Rechnen, Deklinieren, Konjugieren, Ministrieren, Katechismus und deutschen Gesang unterrichten.
Durch ein allerhöchstes Dekret vom 25.5.1777 wurde in Komotau angeordnet, Normalschulen zu je 4 Klassen zu errichten.
In Komotau kam im Jahre 1778 eine 3-klassige Hauptschule zustande, in der außer dem Direktor noch 2 Lehrer und ein Gehilfe beschäftigt waren. Das Schulgebäude befand sich in der Nähe der Dampfmühle am Ende der Pfauengasse. Buben und Mädchen wurden gemeinsam in den Klassen unterrichtet. Die Zahl der Schulbesucher betrug 140 Schüler (90 Buben und 50 Mädchen). Ein Gehalt bezogen die Lehrer nicht. Ihr Einkommen bestand aus dem direkt vom Schüler zu zahlenden Schulgeld und aus Bezügen von Stiftungen. Von der Stadtgemeinde erhielten die Lehrer ein bestimmtes Quantum an Naturalien, wie Holz und  Bier zur Aufbesserung ihres Einkommmens.
In den folgenden Jahren  übernahmen die Dominikaner die Hauptschule. 1788 erfolgte die Trennung von Buben und Mädchen. 1822 wurden die Gehälter der Lehrer der Komotauer Kreishauptschule reguliert. Es erhielt:
Der geistliche Direktor eine Remuneration von 50 fl. (Gulden)
1. Schulklasse 300 fl.  20fl. Quartierzuschlag  5 Klafter Holz  4 Schock Reisig
2. Schulklasse 310 fl.  20fl.            "              5    "        "     4    "         "
3.        "         320 fl.  20fl.            "              6    "       "      4    "         "
4.        "         350 fl.  Naturalwohnung und 6 Klafter Holz     4 Schock Reisig  
Der Katechet genoß ein Gehalt von jährlich 260 fl. 1 1/2 Klafter weiches und 1 1/2 Klafter hartes Holz.
Das Bargeld floß größtenteils aus 12 Stiftungen und aus Kriegsentschädigungen Rußlands und Preußen für den Schaden, den die Bürger beim Durchmarsch 1813 erlitten hatten.
Das Jahr 1848 brachte eine Besserstellung der Lehrer, als sie von vom Dienst in der Nationalgarde befreit wurden.ein  eigenes Unterrichtsministerium wurde gegründet, das neue Anordnungen traf:
1. Erweiterung des Präparantenunterricht
2. Reorganisation der volksschulen
3.Die Benennung von Schulgehilfen als Unterlehrer
4. Die Abhaltung von Lehrerversammlungen.
Am 18.10.1848 fand die erste Lehrerversammlung statt. Sie sollte monatlich stattfinden. Mangels Teilnahme aber entfiel sie bald. Im Oktober 1849 wurde die IV. Hauptschulklasse in eine zweiklassige Unterrealschule umgewandelt. Am 15.10. 1849 der I. Jahrgang der neu errichteten Lehrerbildungsanstalt eröffnet. Die Zahl der Zöglinge betrug 17.



 
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